
Metallreinigungsanlagen
Metallreinigungsanlagen
dienen der gründlichen Reinigung von Metallteilen verschiedenster Bauart. Fast
immer findet die Metallreinigung statt, um die gereinigten Teile anschließend
weiter bearbeiten zu können.
Gereinigt werden in Metallreinigungsanlagen beispielweise Bleche, Drähte oder
Stähle, die noch gar nicht oder kaum bearbeitet wurden, um sie auf die folgende
Bearbeitung, beispielsweise aufs Härten oder Galvanisieren, vorzubereiten. Auch
vorgefertigte Bauteile und andere Werkstücke werden in Metallreinigungsanlagen
auf die weitere Bearbeitung vorbereitet.
Metallreinigungsanlagen gibt es in den verschiedensten Ausführungen und Größen,
die sich am Einsatzzweck orientieren. Ausschlaggebend sind hier unter anderem
Art und Größe der Bauteile und die angewandte Reinigungstechnik.
So gibt es beispielsweise kleine Metallreinigungsanlagen, die vornehmlich
eingesetzt werden, wenn die Zahl der zu reinigenden Teile eher gering ist. Für
große Betriebe und eine große Stückzahl an zu reinigenden Werkstücken werden
auch sehr große Metallreinigungsanlagen angeboten, die einen hohen Durchsatz
aufweisen und buchstäblich die Reinigung am Fließband ermöglichen.
Üblicherweise läuft die Reinigung in Metallreinigungsanlagen in mehreren
Schritten, von der Vorreinigung bis zum Trocknen, ab. Je nach Bedarf kann die
Reinigung bei sehr komplexen Anlagen in bis zu zwanzig verschiedenen Schritten
ablaufen.
Als Reinigungsmittel kommen unterschiedliche Lösemittel, aber auch Wasser oder
Wasserdampf zum Einsatz. Auch mechanische Reinigungsmethoden wie den Einsatz
von Bürsten oder das Reinigen mittels Vibration. Auch Strahltechnik kommt in
der Metallreinigung zum Einsatz, beispielsweise mit CO2-Trockeneis. Sehr
empfindliche Teile werden auch mittels Ultraschall gereinigt.
Manche Anlagen reinigen die Werkstücke in Tauchbecken, andere arbeiten mit
Spritzreinigung. Es gibt Einkammeranlagen, in denen die unterschiedlichen
Reinigungsmittel der Reihe nach in der gleichen Kammer eingesetzt werden. In
Mehrkammer- oder Reihenanlagen erfolgen die verschiedenen Reinigungsschritte
nacheinander in den unterschiedlichen Kammern der Metallreinigungsanlagen.
Dabei werden die eingesetzten Reinigungsmittel für gewöhnlich möglichst so
lange wiederverwendet, bis die Reinigungsleistung spürbar nachlässt.
Es gibt Ausführungen von Metallreinigungsanlagen, die auf bestimmte
Reinigungsprozesse spezialisiert sind. Andere ermöglichen bei Bedarf die
Kombination verschiedener Reinigungstechniken, wie beispielsweise die
Dampfentfettung mit der Ultraschalltechnik. Auch können in den
Reinigungsprozess weitere Bearbeitungsschritte integriert werden, wie
beispielsweise das Ausrüsten mit einem Korrosionsschutz.
Auf Grund der Tatsache, dass bei vielen Metallreinigungsanlagen umwelt- und
gesundheitsgefährdende und teilweise auch explosive Stoffe zum Einsatz kommen,
kommt den Sicherheitsvorkehrungen eine erhöhte Bedeutung zu. So werden die
Reinigungsmittel nicht selten automatisch nachgefüllt, um Mitarbeiter vor
gefährlichen Stoffen zu schützen. Brand- und Explosionsschutzbestimmungen sind
ebenso wie Emissions-Grenzwerte zu beachten.
Um das Freiwerden von Emissionen möglichst zu verhindern, arbeiten viele
Metallreinigungsanlagen mit Unterdruck- und Vakuumtechniken. Auf diese Weise
können die gereinigten Teile die Reinigungsanlage verlassen, ohne dass etwa
Lösemittel entweichen.